Donnerstag, 12. Dezember 2013

Sie ist wieder da.

Lang hat sich hier nichts getan. Lang war der Blog sogar offline. Aber das habe ich nun offensichtlich geändert, denn es gibt so vieles, das zum Nachdenken anregt. In Zukunft will ich vielleicht auch ein wenig weniger parodistisch und mehr persönlich an die Sache herangehen. Vielleicht mache ich einfach, wonach mir ist, und wenn es Leute auf diesem Planeten gibt, denen das gefällt, ist das gut, und wenn nicht, dann auch. Vieles hat sich verändert, so bin ich von der Maschbauerin zur Physikerin geworden (verdammt gute Entscheidung), habe einige neue Spielstunden in einigen neuen und alten Spielen gesammelt, habe viele Menschen getroffen, mich über viele Menschen geärgert und einigen davon gewünscht, ihnen möge eine Taube auf den Kopf kacken. Ich habe Diffenrentialgleichungen, Beziehungsprobleme anderer und so manchen Doppelknoten gelöst, die mathematische Verlorenheit junger Menschen bekämpft, Kekse gebacken und Kochrezepte in LaTeX aufgeschrieben. Ich habe meinen Kopf auf die Tischplatte gehauen, als ich einen männlichen Blogger über Matthias Schweighöfer schwärmen gelesen habe. Manchmal lag ich auch einfach nur schnarchend im Bett, aber davon erzähle ich lieber mal nicht. Ich bin ja eine Lady, denn ich tu' Sachen, die Ladies machen. Aber dies nur am Rande.

Die Weihnachtsferien nahen, sodass ich an dieser Stelle, vollkommen fernab des nicht vorhandenen Kontexts, in meiner Eigenschaft als Nerd fungiere und euch sage, welches Computerspiel gegen welchen Frust, sei es mit der an den Feiertagen aufeinanderprallenden Familie oder rund um die liebe Langeweile, hilft.

  • Wenn einfach alles und jeder nervt und man die Abgründe der Menschlichkeit herauslassen muss, helfen schon seit quasi Jahrzehnten die Sims. Egal, ob man Idylle braucht oder jemand im Pool ertränkt werden muss - hier bekommt man, was man will.
  • Für destruktive Wut empfehle ich Minecraft. Mit der Hand, der Axt, dem Schwert etc. pp. könnt ihr alles kurz- und kleinhauen - falls das Ganze etwas gröber ausfällt, kann man aber auch die halbe Map mit TNT hochjagen.
  • Wenn man brav den ganzen Tag bei Omi oder einer Großtante auf der Couch sitzen muss, kann ich euch Quizduell fürs Smartphone ans Herz legen. Macht sowohl kurz- als auch langfristig Laune.
  • Wenn ihr die Weihnachtslaune zerstören wollt, spielt doch einfach Slender. Allein. Im Dunkeln. Gestern nach der Hobbitpremiere hatte ich dank dieses Spiels eine Heidenangst, nachts und bei Nebel heimzulaufen. Es tut seinen Zweck.
  • Wenn ihr viel Zeit totschlagen müsst/wollt/könnt, muss es nicht immer gleich WoW sein. Guckt euch lieber Cardhunter an! Ein munteres Nerdgame.

Das war es für heute von mir.

- Die Verfasserin

Sonntag, 29. Januar 2012

We lörn... beautybloggerisch!

Hallo ihr Lieben!
Heute beginnt meine neue Serie "We lörn..." (und nein, ich bin noch nicht zu senil zum schreiben, ich weiß, wie es richtig geht^^). Hier erklär ich euch Sachen, die ihr vielleicht schon wisst, für die ihr aber vielleicht auch eigentlich einen Dolmetscher bräuchtet.
Ich hätte diese Serie auch mit der pälzischen Sprache beginnen können, allerdings wäre nach der Diskussion über Bam, Bäm und Bämscher oder gar Staablumbe und Butzlabbe glatt die Luft raus. Deshalb  fange ich mit etwas großem an. Etwas mysteriösem. Etwas für manche unbegreiflichem:


Da eine Übersetzung der beautybloggerischen Begrifflichkeiten den meisten wohl so ca. nichts bringt, gibt es heute auch noch eine Erläuterung des Sinns des ganzen. Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen, schmunzeln und Stirnfalten schlagen!

AMU: Abkürzung für Augen-Make-up. Sinn? Man schmiert sich bunte Farben (Lidschatten, Eyeliner, Mascara und wie sie nicht alle heißen) aufs Lid und drumherum, um die Augen zu betonen oder weil frau einfach Bock drauf hat (oder weil sie will, dass alle das AMU bewundern). Hierzu eignet sich das Weibchen für gewöhnlich spezielle Fähigkeiten an, welches es im Laufe der Jahre ausbaut oder gar perfektioniert.

Applikatoren: Werkzeug mit Schwämmchen, das zum Produktauftrag dienen soll und vielen Augenprodukten beiliegt. Sinn? Keiner. Okay, vielleicht wenn man 12 ist. Aber Generation ü13 wirft den Kram meist direkt in den nächstgelegenen Abfalleimer. Die pinseln halt lieber.

Depotten: Bezeichnung für eine Tätigkeit, bei der man einen Einzellidschatten mitsamt Metallpfännchen mithilfe von Hitzeeinwirkung aus seiner eigentlichen Plastikverpackung löst, um ein externes Gefüge mehrerer Einzellidschatten zu schaffen, welches man dann "Palette" tauft. Dies ist auch mit allen anderen in Pfännchen gefüllten Produkten möglich und legitim. Sinn? Der Sinn ist oft nicht eindeutig definiert und wird sehr subjektiv gehandhabt. Manche wollen Platz sparen, manche wollen neue Kombinationsmöglichkeiten durch viele Produkte auf einen Blick erschließen und manchen ist auch einfach nur langweilig. Letztenendes sind mannigfaltige Techniken sowie das Depotting selbst Diskussionsthema und einfach Geschmackssache.



EOTD: eye of the day = "Auge des Tages". Sinn? Das EOTD beschreibt das AMU des aktuellen Tages. In der Beautybloggerszene wird dieses oft auch fotografiert und online zur Schaut gestellt, um Feedback zu erhalten oder andere zu inspirieren. Es geht genaugenommen nicht um das Auge, sondern um das drumherum. Alles andere wäre auch ein bisschen makaber:




FOTD: face of the day = "Gesicht des Tages". Sinn? Hier haben wir quasi das Ganzgesichtspendant zum EOTD. Hier zeigt man halt auch Wangen und Lippen, aus denselben Gründen, wie man nur das Auge zeigt. Eine Parodie dessen wäre aber doch etwas zu widerlich und gehört einfach nicht ins Nachmittagsprogramm dieser Dauerfernsehsendung. Ähm. Ganztagswebsite.

Glow/Highlight: Auftrag eines schimmernden Puders, was dem Gesicht ein gesundes Strahlen verleihen soll. Sinn? Wenn man es richtig macht, hat man wirklich ein gesundes Strahlen statt toter Mattheit im Gesicht. Wenn nicht, einfach eine gefühlte Speckschwarte.

Verblenden: Technik zur Verfeinerung des Übergangs zwischen Lidschattenauftrag und Haut oder nebeneinander aufgetragenen Lidschatten (auch auf die Produktfamilie der Rouges anwendbar), bei dem das aufgetragene Produkt so lang mit einem geeigneten Pinsel überstrichen wird, bis der betreffende Übergang so weich wie gewünscht ist. Sinn? Nicht aussehen wie eine Drag Queen sowie den Produktauftrag professioneller wirken lassen.

And last but especially not least...

Swatchen: Man nehme seinen Finger, begrabbel damit das Pöttchen seiner Wahl und schmiert sich seine Ausbeute auf die Haut. Bei Produkten in Stiftform wird sogar glatt direkt auf der Haut (meist auf dem Arm oder der Hand) herumgemalt. Sinn? Wissen, wie ein Produkt aussieht und welche Konsistenz es hat und zwar BEVOR man damit an sich herumtüftelt. Der geübte Swatcher entnimmt diesem Vorgang wichtige Produkteigenschaften und kann anhand dessen der Community nur anhand des Swatchens  quasi alles über ein Produkt sagen. Eine Wissenschaft für sich, sage ich euch!

Natürlich ist das nicht alles. Wenn euch noch weitere Begriffe (die ziemlich seltsam sind und die man auch komisch erläutern kann) einfallen, würde ich mich sehr über Ergänzungsvorschläge freuen!

Nächtliche Grüße,
die Verfasserin.

Montag, 26. Dezember 2011

Achtung: Weihnachtswut!

Lieber Leser!
Heute widme ich mich einem aktuellen Thema. Weihnachten. Zeit der Besinnlichkeit, Nächstenliebe, Wohnungsbrände und... des Wahns!
Ganz im Ernst, seit Anfang Dezember habe ich das Gefühl, es seien nur noch Bekloppte unterwegs. Die Menschen auf der Straße rempeln einen an, gehen stur geradeaus (was aber auch an der furchtbaren allgemeinen Mentalität der Homo Sapiens Sapiens in meiner Heimatstadt liegen kann), sind in höchstem Maße gereizt und einfach sagenhaft anstrengend. Und da um die Weihnachtszeit auch noch überdurchschnittlich viele Menschen in freier Wildbahn unterwegs sind, kann man sich dem Sumpf derart gestimmter Fremder quasi garnicht entziehen (ganz zu schweigen von derart gestimmten Bekannten). Und je näher die Weihnachtsfeiertage rücken, desto schlimmer scheint es zu werden. Zwischen dem 20. und dem 24. Dezember scheint das Verhalten sich aber nochmal zu entwickeln und mutiert auf bestem Wege zur Aggression.
Irgendwann erinnert es den Dichter, Denker oder aber auch Spinner einfach an eine karikative Form der Tollwut! Also gilt es heute zu untersuchen: Leidet der Durchschnittsmensch zur Festzeit an einer Art "Weihnachtswut"???!
Konsultieren wir hierzu die unendlich große, nicht infrage zu stellende Wissensdatenbank, auf die sich unsere Welt heutzutage halt so stützt: Wikipedia!
Laut dem zugehörigen Artikel äußert sich Tollwut folgendermaßen (inklusive weihnachtlicher Beispiele, erdacht und niedergeschrieben von, ähm der Verfasserin):

Sensibilitätsverlust
(was das Wegstoßen anderer und die Höflichkeit gegenüber dem Verkaufspersonal anbelangt)
Angst
(nichtmehr das passende Geschenk zu finden)
Verwirrtheit
(aufgrund zu großer, auswahlfreudiger Sortimente von Thermoskannen, Fußwärmern, Bügeleisen und Boxershorts mit geschickt platzierten Superhelden drauf)
Aufregung
(beim schenken und beschenkt werden)
Dilirium
(weil sich die Feuerzangenbowle so gut trinken ließ)
Anormales Verhalten
(wer verhält sich bitte von Januar bis November so?!)
Halluzinationen
(wegen der ganzen Blinklichter)
Schlaflosigkeit
(weil man so auuuufgeregt ist)
Schaum vorm Mund
(Wut/Ärgernis/Gänsebraten)
Wutanfälle, Schlagen, Beißen
(und andere Gewaltanwendungen, während man sich mit einem anderen Weihnachtseinkäufer um das letzte der unter "Verwirrtheit" aufgeführten Produkte in der ganzen Stadt rauft)

Fazit: Es gibt sie! Die Weihnachtswut! Mit dem einzigen Unterschied zur Tollwut, dass man sich nicht gegen sie impfen kann, aber vom 27.12.-30.11. nahezu immun ist. Erfreulicherweise hat man auch nicht den Tod durch Weihnachtswut zu befürchten. Ich rate aber dennoch: Lasst euch nicht von Weihnachtswütigen beißen!

In dem Sinn,
frohe Weihnachten!

Nachtrag am 27.12.2012: Ich muss mich leider korrigieren, zwischen Weihnachten und Neujahr, also der Umtausch-, Einlös- oder auch Ausgebphase, hält die Dauer der Weihnachtswut auch noch an. Ich habe heute mutige Probandin gespielt :x

Montag, 19. Dezember 2011

Das Suppen-Eintopf-Problem.

Lieber Leser!

Wie im Vorwort schon angekündigt, kam eines schönen (verschneeregneten, es war nämlich der heutige) morgens unter Studenten eines technischen Fachs aufgrund des Speiseplans die Frage auf, was Suppe zur Suppe und Eintopf zum Eintopf macht, bzw. was denn überhaupt der Unterschied ist. Nebenher erörterte ein wenig motivierender, monoton vor sich hinsprechender Professor, dass der Thermodynamiker in ständiger Angst lebe, die Postulate über die Entropie seien unwahr, wovon der komplette Hörsaal derart begeistert war und gebannt zuhörte, dass sich glatt einige weitere Menschen in die Suppen-Eintopf-Diskussion einbrachten. "Die Viskosität entscheidet! Eintopf ist Dickflüssiger!", "Im Eintopf sind Nudeln drin!", "Eintopf wird mit Wasser gekocht, Suppe mit Brühe!". Die wildesten Theorien flogen durch den Raum, doch zu jeder fiel mir ein Einwand ein, der dazu führte, dass die Erklärungsversuche nicht hinreichend waren, um ein Gericht eindeutig als Suppe oder Eintopf zu klassifizieren. Ginge es nach der Viskosität, gäbe es sicher eine Pufferzone, in der ein Eintopf eine Suppe sein kann und umgekehrt. Nudeln sind auch in der Hühnersuppe vorzufinden und wenn man die Zutaten im Wasser kocht, wird daraus auch irgendwannmal Brühe!
Als auch die kollektive Smartphonerechercheaktion keine zufriedenstellende Antwort liefern konnte, war klar, dass es sich hier um einen ganz großen Fisch der Irrungen und Wirrungen des deutschen Sprachraums handelt.

Wo fängt man also an, nach der Antwort zu suchen? Natürlich, in der unbeschreiblich zuverlässigen, mit unumstößlichen und meist gar nicht so falschen Informationen gefüllten Enzyklopädie Wikipedia.

*Hier* erhalten wir die Information, dass durch die Begrifflichkeit der Suppe eine  "gewöhnlich warme, flüssige bis dünnbreiige Speise, die in der Regel aus WasserMilchGemüseObstFleischFleischextraktenFischFettenGewürzenKochsalzZucker und weiteren Zutaten hergestellt wird" bezeichnet werde. Desweiteren werden Suppen meist als Vorspeise serviert, dienten aber ursprünglich als vollwertige Mahlzeit. Im 20. Jahrhundert habe sich eine große Suppenvielfalt entwickelt, wobei sich aber Eintöpfe und Kaltschalen "als eigenständige Klassen etabliert haben". Explizit zum Eintopf wird gesagt, dass der Eintopf in der Fachwelt eine Untergruppe der Suppe sei, die als vollwertiges Gericht angesehen werde und bei deren Zubereitung "mehrere Zutaten in einem Topf auf Basis von Wasser gegart werden".


Laut Wikipedia waren die Kommilitonen also nah dran, was mich aber immernochnicht weiterbringt (dieser Satz hat die Verfasserin dazu geführt, sich wie der Moderator von Galileo Mystery zu fühlen). Im Grunde genommen sagt mir der Artikel nichts anderes als: Alles ein Brei. Ein Suppe, meine ich. Verzeihung. Oder doch der Eintopf? Das gute Wictionary gibt Eintopf sogar als Synonym für Suppe an! Die Suche wird immer konfuser.


Auch das untersuchen weiterer Einträge im World Wide Web zeigt mir, dass man statt der Vorlesung zu folgen, doch lieber dem Dozenten sein Mikrofon entwendet und eine Umfrage im befüllten Hörsaal durchgeführt hätte:
Meinung 1: Die Konsistenz entscheidet; der Flüssigkeitsanteil in Suppe sei einfach höher, sodass Eintopf  sättigender und dickflüssiger als Suppe sei.
Meinung 2: Eintopf ist Suppe. Jedenfalls eine Unterkategorie davon.
Meinung 3: Die Suppe wird püriert, wohingegen im Eintopf alle Bestandteile noch klar erkennbar sind.
Meinung 4: Suppe ist eine Vorspeise, während im Eintopf Fleisch, Gemüse und Sättigungsbeilage enthalten sind und somit eine komplette Mahlzeit ergibt.
Meinung 5: Im Eintopf wurde alles zusammen gekocht, während eine Suppe Einlagen (=zum Schluss hineingegeben und nicht mitgekocht) enthalten kann.
Meinung 6: Suppe besteht meist aus einer Gemüsesorte, Wasser, Sahne und Gewürzen, während in einem Eintopf mehrere Gemüsesorten und Fleisch vorzufinden sind. Außerdem eignet sich Suppe als Vorspeise, Eintopf jedoch nicht.
Meinung 7: a) Bei einem Eintopf muss alles im selben Topf gekocht werden, während man bei einer Suppe die Komponenten auch einzeln kochen kann. b) Eine Suppe ist dünnflüssig und kann auch getrunken werden, was bei Eintopf nicht geht. c) Eine Suppe benötigt weniger Zutaten, als ein Eintopf. d) Suppe ist eine Vorspeise, Eintopf eine vollwertige Mahlzeit. 


Ich könnte das ganze noch ewig weiterführen! Wie man an den verschiedenen Meinungen merkt, schließen sich die Argumente nicht gegenseitig aus und wiederholen sich fortlaufend. Nichtsdestotrotz scheint mir, als gebe es keine wirklich klare Definition, sondern eher eine Wahrnehmung des Sachverhalts. Es gibt Gerichte, die klar als Suppe wahrgenommen werden, und Gerichte, die ein "klarer" Eintopf sind (nicht zu wörtlich nehmen, denn im Volksmund scheint sich das nach meiner Recherche doch irgendwo auszuschließen). Vor allem gibt es aber eines: eine metadimensionale Grauzone im Suppen- und Eintopfkosmos.






Auf meiner Suche (und schonwieder kommt das Moderatorengefühl hoch, nun etwas RTLiger (Achtung, Neuwortschöpfung!) begegnete ich allerdings auch einem geschichtlichen Hintergrund. 
*Dieser* Artikel beleuchtet in der Begriffsgeschichte unter anderem den vom NS-Regime 1933 eingeführten "Eintopfsonntag". An einem Sonntag im Monat sollte hiernach die übliche Fleischmahlzeit durch einen Eintopf ersetzt werden. In einigen weiteren Einträgen, beispielsweise *hier* ,wird darauf die Verbreitung des Gebrauchs des Wortes Eintopf als Bezeichnung für Gerichte, die durchaus auch gängig als Suppen bekannt sind, zurückgeführt. Beispiele: Linseneintopf/-suppe, Erbseneintopf/-suppe, Bohneneintopf/-suppe. Somit kann man im Deutschen prinzipiell nicht am Namen eines Gerichts festmachen, ob es sich hierbei um eine sinngemäße Suppe oder einen sinngemäßen Eintopf handelt, was uns nicht sonderlich bei der Klassifizierung hilft.


Wir fassen zusammen:


Suppe...
...besteht aus wenigen Zutaten (Gemüsesorte, Wasser, Gewürze, evtl. Sahne)
...ist eher dünnflüssig
...kann als Vorspeise dienen
...beinhaltet Komponenten, die nicht zwangsweise zusammen gekocht werden müssen und die oft aufgrund von Pürieren nichtmehr erkennbar sind
...kann mit Einlagen versetzt werden
...kann man auch trinken


Eintopf...
...besteht aus mehreren Zutaten, die Fleisch, Gemüse und Sättingungsbeilage beinhalten und welche in einem Topf zusammen gekocht werden
...ist eher dickflüssig
...ist eine vollwertige Mahlzeit, die zu schwer für eine Vorspeise ist
...beinhaltet noch klar erkennbare Komponenten


Fazit: Die wichtigste Erkenntnis ist wohl die Tatsache, dass in einem Eintopf eine vollwertige Mahlzeit mit Fleisch, Gemüse und Sättigungsbeilage steckt, was bei einer Suppe nicht der Fall sein muss. Auch ist zu beachten, dass man anhand der Namensgebung nicht unbedingt sagen kann, ob eine Suppe nun eine Suppe oder doch ein Eintopf ist. Am allermeisten ist die Antwort auf die Frage nach dem Unterschied aber eines: Ermessens- aber vor allen Dingen Geschmackssache.


Der Schelm in mir erinnert sich bei all den wagen Kriterien an die beliebte Silvesterfolge von "Ein Herz und eine Seele" und die Frage, ob der Punsch den Bowle werde, wenn man ihn kaltwerden lässt. (Wer es nicht kennt: unbedingt gucken *klick*, läuft an Silvester auch am laufenden Band im Fernsehen!). Das widerum inspiriert mich zu folgendem:






Ich hoffe, die kleine Reise in die Welt der Suppen und Eintöpfe konnte uns alle ein wenig erleuchten. Oder wenigstens belustigen. Oder uns etwas neues zum klugscheißen geben.


Einen wunderbaren Abend wünscht
die Verfasserin


P.S.: An dies lesende Kommilitonen: fühlt euch gegrüßt! (Den Rest möchte ich aber auch grüßen).

Ein Vorwort.

Lieber Leser,
Du bist soeben auf einem Blog gelandet, dessen Zweck es ist, die kleinen Fragen des Alltags zu klären. Ob er dies auch wirklich tut, wird sich wohl erst zeigen müssen. Der Titel bedeutet übersetzt übrigens "...und was weiß ich nicht alles", was den Kern der Thematik, wenn man es denn wörtlich nimmt, doch ganz annehmbar erfasst. Grund für die Eröffnung dieses mittelguten Stücks Onlinelesestoffs war das Lesen des Speiseplans der Ortsansässigen Hauptmensa. Es gab Eintopf und sogleich verkündete ein Kommilitone, ihn probieren zu wollen. Ein weiterer Anwesender versicherte, dies könne keine schlechte Wahl sein, die Suppen schmeckten bisher gut. In diesem Moment wanderte je eine Braue der Konversationsteilnehmer gen Himmel und sie fragten sich alle nur das eine: Was zur Hölle ist der Unterschied zwischen Suppen und Eintopf?!
Und genau das wird die erste Frage sein, der ich mich widme!
Frohes Lesen,
die Verfasserin.